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LWL
baut sein zentrales Industriemuseumsdepot in
Dortmund für 4,5 Millionen Euro aus - Mehr Raum
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Witten/Dortmund
(lwl). Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
saniert und erweitert das zentrale Depot für die acht
Standorte seines Industriemuseums, das an der Dortmunder
Zeche Zollern angesiedelt ist. Das hat der
LWL-Kulturausschuss am Mittwoch (01.10.) in Witten
(Kreis Ennepe-Ruhr) beschlossen. Grund für die Baumaßnahme:
Keines der Magazine des Industriemuseums erfüllt die
allgemein anerkannten Standards beispielsweise zum
Raumklima oder zur Schädlingsprophylaxe. Das Land wird
das 4,5 Millionen Euro teure Vorhaben mit 90 Prozent fördern,
hieß es im Ausschuss. Dem Beschluss müssen noch der
LWL-Finanzausschuss am 2. Oktober sowie der
LWL-Landschaftsausschuss am 9. Oktober zustimmen.
"Mit dem neuen Depotkomplex sind wir in der Lage,
unseren musealen Auftrag des Bewahrens von Kulturgut aus
dem Industriezeitalter nach dem Stand von Wissenschaft
und Technik zu erfüllen. Außerdem schaffen wir dadurch
den nötigen Raum, um den Besuchern der Zeche Zollern
wichtige Aspekte der Industriegeschichte auf Dauer präsentieren
zu können", begründete LWL-Kulturdezernent Prof.
Dr. Karl Teppe die große Bedeutung des Bauvorhabens.
Der LWL hat bereits 1992 das neben der Zeche Zollern
gelegene Grundstück einer ehemaligen Spedition mitsamt
einer Lkw-Wartungshalle gekauft. Diese Halle nutzt das
LWL-Industriemuseum bereits als Depot. Das 26 Jahre alte
Gebäude ist jedoch dringend sanierungsbedürftig. Das
ausgemauerte Stahlfachwerk muss überarbeitet und zum
Teil ausgetauscht werden und das undichte Dach muss
komplett erneuert werden. Außerdem erhält die Halle
einen neuen Betonboden, neue Fenster und fahrbare
Schwerlastregale für größere Exponate. Um besonders
empfindliche Museumsstücke vor Schädlingsbefall und
Rost zu schützen und so auf Dauer teure Restaurierungen
zu vermeiden, baut der LWL ein neues zweigeschossiges
Magazingebäude an. 72 Zentimeter dicke Wände
(einschließlich Dämmung und Putz) machen eine künstliche
Klimatisierung überflüssig. In einen weiteren
dreigeschossigen Neubau sollen die Bibliothek und das
Archiv einziehen. Positiver Effekt für die
Museumsbesucher: Die Dauerausstellung kann in den bisher
nicht zugänglichen Räumen der ehemaligen
Zechenverwaltung um die Themen
"Betriebsgeschichte" und "Montanindustrie
und Politik" erweitert werden.
Im Herbst 2004 will der LWL mit dem Neubau des
Magazingebäudes beginnen. Sobald die Exponate aus dem
bisherigen Depot ins Magazin gebracht worden sind, folgt
2006 die Sanierung der Halle. Im letzten Schritt soll
der Erweiterungsbau für die Bibliothek und das Archiv
errichtet werden. Ende 2007 will das LWL-Industriemuseum
das Zentral-Depot komplett nutzen.
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