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Quelle:LWL |
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| Eisbohrkern
ins Westfälische Museum für Archäologie zurückgekehrt
Herne
(lwl). Der
Eisbohrkern aus 5500 Jahre altem antarktischem
Schnee ist ins Westfälische Museum für Archäologie
zurückgekehrt. Er hat zwei Monate im zentralen Kühllager
von bofrost in Herne verbracht, nachdem die Kühlvitrine
im Museum Anfang August ausgefallen war.
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Der
Eisbohrkern aus 5500 Jahre altem Schnee ist zu
einer Attraktion im Westfälischen Museum für
Archäologie geworden.
Foto:
LWL/Menne |
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„Wir
sind sehr froh, dass wir unseren Eisbohrkern wiederhaben.
Viele Museumsbesucher haben dieses ungewöhnliche
Ausstellungsstück vermisst, das einer der Höhepunkte der
Ausstellung geworden ist“, sagte Dr. Barbara Rüschoff-Thale
bei der Rückkehr des kalten Ausstellungsstückes. Die
Leiterin des Archäologie-Museums des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe (LWL) war sichtlich erleichtert, als der
LKW seine kostbare Fracht, das 5500 Jahre alte Eis ablud.
Zwei Monate lang hatte der zwei Meter lange Bohrkern im
zentralen Kühllager von bofrost bei minus 24 Grad Celsius
gelegen, da seine Vitrine im archäologischen Landesmuseum
repariert werden
musste.
Das Tiefkühl-Unternehmen, das in Herne ein 270
Quadratmeter großes Lager für die Region unterhält, hat
das LWL-Museum unkompliziert unterstützt. „Es war eine
ungewöhnliche Anfrage aber für uns kein Problem, da wir
genügend Platzkapazität hatten und die hygienischen
Vorschriften erfüllt werden konnten. Zum ersten Mal haben
wir unsere geschlossene Kühlkette einem so kostbaren Gut
zur Verfügung gestellt, das zudem nicht zum Verzehr
bestimmt ist“, so Hans-Hermann Neu,
Gebietsverkaufsleiter der Herner Niederlassung und seit 33
Jahren bei bofrost.
Das LWL-Museum musste den Bohrkern auslagern als
ausgerechnet mitten im Jahrhundert-Sommer das Kühlaggregat
ausgefallen war. Der Sicherheitsdienst und Besucher des
Museums hatten das kostbare Exponat gerettet und zunächst
in die nahe gelegene Kühlkammer des Brezel-Bäckers Ecker
gebracht. So sah es der Notfallplan vor. Als klar war,
dass die Reparatur der Spezial-Vitrine länger dau-ern würde,
musste das Museum ein neues Zwischenlager finden. Die
bofrost-Niederlassung Herne konnte eine sichere
Unterbringung bei minus 24 Grad Celsius garantieren.
Der Bohrkern ist der zentrale Objekt im so genannten
Klima-Kubus, in dem die LWL-Archäologen die Entwicklung
des Klimas auf der Erde in den letzten fünf Millionen
Jahren thematisieren. Der Schnee, aus dem er entstanden
ist, fiel vor circa 5500 Jahren in der Antarktis. Er sank
mit den Jahren und Jahrhunderten immer tiefer, bis auf
ungefähr 320 Meter. Der dort herrschende Druck hat den
Schnee zu Eis und fast glasklar werden lassen. Im Südsommer
1992/93 bohrte das Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven
das zwei Meter lange und zehn Zentimeter breite Stück
daraus und stellte diesen Bohrkern dem LWL-Archäologie-Museum
zur Verfügung.
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